Corona-Sonderzahlungen für Beschäftigte bis 1.500 Euro steuerfrei

Aufgrund der Corona-Krise können Arbeitgeber ihren Beschäftigten bis Ende 2020 Sonderzahlungen bis 1.500 Euro steuerfrei und sozialversicherungsfrei gewähren. Die Sozialversicherungsfreiheit ergibt sich automatisch aufgrund der Steuerfreiheit. Corona-Sonderzahlungen  können sowohl in Form von Zuschüssen als auch Sachbezügen erfolgen. Eine Entgeltumwandlung ist jedoch ausgeschlossen.

 

Die Rechtsgrundlage dafür ist die neue Regelung im § 3 EStG:

„Steuerfrei sind

….

11a.

zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn vom Arbeitgeber in der Zeit vom 1. März bis zum 31. Dezember 2020 auf Grund der Corona-Krise an seine Arbeitnehmer in Form von Zuschüssen und Sachbezügen gewährte Beihilfen und Unterstützungen bis zu einem Betrag von 1 500 Euro…“

Das Bundesfinanzministerium (BMF) hatte hierzu das  Schreiben v. 26.10.2020, IV C 5 - S 2342/20/10012 :003) veröffentlicht.

Weitere Einzelheiten hat die Finanzverwaltung in einem FAQ-Katalog dargestellt.

Erforderlich ist eine Vereinbarung Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Mitarbeitern (z. B. in einem  Tarifvertrag, einer Betriebsvereinbarung oder einzelvertraglicher  Vereinbarung)  über Sonderzahlungen, die nach dem 1. März 2020 mit einem Bezug zur Corona-Krise getroffen wurde. Steuerfreie Corona-Sonderzahlung  gilt auch für Teilzeit- und geringfügig Beschäftigte. Dabei gehören bei Minijobbern die steuerfreien Beihilfen nicht zum regelmäßigen Verdienst und führen somit nicht zum Überschreiten der zulässigen Entgeltgrenze. Die Sonderzahlung beeinflusst den 450-Euro-Minijob daher nicht.

 

Arbeitgebern können somit anstelle einer üblichen steuerpflichtigen Abfindung wegen des Verlustes des Arbeitsplatzes steuerfreie Beihilfen und Unterstützungen unter vorstehenden Voraussetzungen leisten.