Neustarthilfe für Soloselbstständige

Bei der Neustarthilfe für Soloselbstständige handelt es sich um  einen einmaligen Zuschuss bis maximal 5.000 €.

Antragsberechtigt sind Soloselbständige im Haupterwerb, die ansonsten im Rahmen der Überbrückungshilfen III keine Fixkosten geltend machen bzw. geltend machen können und die ihr Einkommen im Referenzzeitraum (im Normalfall das Jahr 2019) zu mindestens 51 Prozent aus selbstständiger Tätigkeit erzielt haben.

Die Höhe der Neustarthilfe für Soloselbstständige wird wie folgt berechnet:

1. Referenzumsatz berechnen: der durchschnittliche monatliche Umsatz des Jahres 2019 x 7 = Betrag X

2. Die Höhe der Neustarthilfe  ist maximal 25 % des Betrages X.

3. Ist der Umsatz 2020 im Vergleich zu 2019 um 50% zurückgegangen, erhält man 25% des Betrages X.

Beispiel für die Berechnung der Neustarthilfe für Soloselbstständige

1. Umsatz des Jahres 2019 : 5.000 Euro

Monatsumsatz 2019 : 416 €

Referenzumsatz: 2.917 €

Die Höhe der Neustarthilfe  ist maximal 729 Euro wird gewährt, wenn der Umsatz der oder des Soloselbstständigen während der siebenmonatigen Laufzeit Dezember 2020 bis Juni 2021 im Vergleich zu einem 7-monatigen Referenzumsatz 2019 (2.917 €) um mehr als 50 Prozent zurückgegangen ist.

2. Umsatz des Jahres 2019 : 34.286 Euro oder mehr

Monatsumsatz 2019 : 2857,16 € oder mehr

Referenzumsatz: 20.000 € oder mehr

Die Höhe der Neustarthilfe  ist maximal 5000 Euro und wird gewährt, wenn der Umsatz der oder des Soloselbstständigen während der siebenmonatigen Laufzeit Dezember 2020 bis Juni 2021 im Vergleich zu einem 7-monatigen Referenzumsatz 2019 (20000 €) um mehr als 50 Prozent zurückgegangen ist.

Form der Auszahlung

Die Neustarthilfe soll als Vorschuss ausgezahlt werden, auch wenn die konkreten Umsatzeinbußen während der Laufzeit Dezember 2020 bis Juni 2021 bei Antragstellung noch nicht feststehen.

 

Sollte der Umsatz während der Laufzeit anders als zunächst erwartet bei über 50 Prozent des siebenmonatigen Referenzumsatzes liegen, sind die Vorschusszahlungen anteilig zurückzuzahlen.

 

Bei einem Umsatz von 50 bis 70 Prozent ist ein Viertel der Neustarthilfe zurückzuzahlen, bei einem Umsatz zwischen 70 und 80 Prozent die Hälfte und bei einem Umsatz zwischen 80 und 90 Prozent drei Viertel. Liegt der erzielte Umsatz oberhalb von 90 Prozent, so ist die Neustarthilfe vollständig zurückzuzahlen. Wenn die so errechnete Rückzahlung unterhalb eines Bagatellbetrags von 500 Euro liegt, ist keine Rückzahlung erforderlich.

 

Beispiel: Bei 75 Prozent durchschnittlichem Umsatz im Förderzeitraum müsste eine Soloselbständige, die 4.375 Euro Neustarthilfe erhalten hat, die Hälfte zurückzahlen.

 

Die Begünstigten müssen nach Ablauf des Förderzeitraums eine Endabrechnung durch Selbstprüfung erstellen. Im Rahmen dieser Selbstprüfung sind etwaige Einkünfte aus abhängiger Beschäftigung zu den Umsätzen aus selbständiger Tätigkeit zu addieren. Der Bewilligungsstelle sind anfallende Rückzahlungen bis zum 31. Dezember 2021 unaufgefordert mitzuteilen und zu überweisen. Zur Bekämpfung von Subventionsbetrug finden Nachprüfungen statt.

 

Zeitpunkt der Antragstellung

Die Überbrückungshilfe III, die die Neustarthilfe enthalten wird, soll ab dem 1. Januar 2021 gelten. Aufgrund der nötigen technischen Programmierungen und der Abstimmungen mit den Ländern und der EU-Kommission können die Anträge einige Wochen nach Programmstart im neuen Jahr gestellt werden. Die Details zur Antragstellung werden vermutlich in den nächsten Wochen feststehen.